Wildkaninchen leben in größeren Gruppen in einem unterirdischen Bau. Das bewohnte Gebiet kann sich über eine Fläche von 20 Hektar erstrecken. Der Bau hat mehrere Ein-, bzw. Ausgänge. Bei Gefahr flüchten die Tiere in den Bau. Im Bau werden auch die Höhlen für die Aufzucht der Jungen angelegt. Das trächtige Weibchen polstert diese mit Haaren, die es sich selbst ausgerupft hat, aus.
In der Gruppe besteht eine strenge Rangordnung, wobei die Weibchen und die Männchen jeweils eine eigene Rangordnung ausbilden. Rammler versuchen ständig, durch aggressives Verhalten in der Rangordnung aufzusteigen. Die Weibchen sind nicht ganz so aggressiv, doch kommen auch bei ihnen Zickereien vor.
In der Rangordnung hochstehende (dominante) Rammler zeigen ihre Überlegenheit, aber auch ihre Paarungsabsichten dadurch, dass sie rangniedere Tieren oder Weibchen mit Urin besprühen.
Normalerweise hat ein ranghoher Rammler eine feste Partnerin, doch paart er sich durchaus auch mit anderen Weibchen.
Kaninchen verteidigen ihr Revier gegen fremde Kaninchen. Manchmal werden aber auch junge Weibchen in die Gruppe aufgenommen, fremde Männchen jedoch nie.
Die Reviergrenzen werden durch das Absetzen von Kot und Urin an bestimmten Plätzen markiert. Außerdem reiben Kaninchen ihr Kinn an Gegenständen. Dadurch wird ein Duftstoff abgegeben, der in einer Drüse am Kinn produziert wird.
Kaninchen sind dämmerungsaktiv und verbringen die heiße Zeit des Tages im Bau, der auch im Hochsommer angenehm kühl ist.
Mehr über Kaninchen finden Sie im ebook-Ratgeber “101 Fragen und Antworten zu Haltung und Fütterung von Kaninchen” von Cathrin Geissler, erschienen bei Geebooks
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von der-tierarzt-raet gepostet