Leseprobe “Hübers Hundefibel - Ein Knet-Sach-Comic für Kinder” von Cathrin Geissler; Erläuterungstext Teil 1

Liebe Kinder!

Ich bin Hüber, der Hundesprachenübersetzerkobold und ich möchte Euch etwas darüber erzählen, was Ihr tun solltet, wenn Ihr einen Hund trefft, vor dem Ihr Angst habt.

Ihr geht  im Park spazieren und Euch begegnet ein Hund, vor dem Ihr Angst habt. Dies kann ein sogenannter „Kampfhund“ sein oder ein Schäferhund, Dobermann, Rottweiler oder jeder andere große Hund. Diese können gefährlich aussehen, vor allem, wenn man selbst ein Kind und deshalb erstens nicht sehr viel größer als einer der Hunde ist, und zweitens von ihm ohne weiteres umgerissen werden kann. 

Bevor wie uns diese Situation genauer ansehen, muss ich Euch unbedingt noch etwas über die „Kampfhunde“ erzählen.

Zuerst: Die meisten von ihnen sind friedliche Zeitgenossen und benehmen sich wie andere Hunde auch. Doch leider begegnen viele Menschen diesen Hunden mit Misstrauen. Das merken die Hunde natürlich und werden unsicher im Umgang mit Menschen. Deshalb sollte man sie immer wie jeden anderen Hund auch behandeln, sie werden es Euch danken!

Also, Ihr geht gerade im Park spazieren und plötzlich steht er da, der Hund Eurer Albträume. Und mehr noch, er kommt auf Euch zu! Was solltet Ihr auf gar keinen Fall tun? Genau, dieses hier: 

 

 

Hier sind gleich drei falsche Verhaltensweisen von Becky dargestellt.

a. Hände hochreißen

b. Wegrennen

c. Kreischen ( kann man zwar auf dem Bild nicht sehen, macht Becky aber in den höchsten Tönen )

Nun schauen wir mal, warum man all dies nicht tun sollte. 

Reißt man die Hände hoch, kann dies den Hund dazu verleiten, einen anzuspringen. Da kann ein Hund selten widerstehen, er muss doch rausfinden, was so Spannendes an oder in den Händen ist, dass sie hochgerissen werden.

Wegrennen führt bei eigentlich jedem Hund dazu, dass er hinterher läuft. Dies ist als Jäger-Beute-Verhalten tief in seinem Erbgut verankert, da kann er gar nicht anders, er muss hinterher. 

Der Wolf ist ein sehr erfolgreicher und schneller Jäger. Seine Verwandten, die Haushunde, sind nicht unbedingt alle erfolgreiche Jäger (ein Glück für die Rehe und was sonst noch kreucht und fleucht), aber sie können schnell rennen. Einige Hunde, die Greyhounds, sind bis zu 70 km/h schnell. 

Zum Vergleich: der schnellste Mensch der Welt schafft gerade mal 45 km/h. Da leuchtet es ein, dass Weglaufen keinen Sinn macht!

Das Kreischen finden viele Hunde ebenfalls sehr interessant. Da müssen sie doch mal gucken, was da so laut kreischt und wieso. Also: Hinterher!

Was sagt uns das alles im Umkehrschluss?

Auch wenn einem mulmig ist, ruhig stehen bleiben. Die Hände bleiben unten, locker an den Seiten hängend. Leute, ich sagte LOCKER! Also, die zu Fäusten verkrampften Finger lösen und noch mal. 

So ist ´s gut, geht doch!

Man muss übrigens nicht stumm stehen bleiben, man kann ruhig und freundlich mit dem Hund reden. Muss man nicht, kann man aber.

Hunde merken übrigens, wenn jemand Angst hat. Allein aufgrund der Körperhaltung und auch des Geruchs. Stichwort: Angstschweiß! Aber nur deswegen, weil er merkt, dass Ihr ängstlich seid, wird er Euch nicht gleich anfallen. 

Bleibt also ruhig!

Normalerweise wird der Hund an Euch vorbeigehen. Entweder ohne Euch zu beachten, oder aber er schnuppert kurz an Euch, um dann weiter zu gehen. Schwanz ist oben, Fell glatt anliegend, vielleicht wedelt er sogar. Ihr könnt dann ebenfalls weitergehen, aber in gemächlichem Tempo! Was Ihr tun müsst, wenn der Hund Euch bedroht, sehen wir gleich.

Was Ihr tun müsst, wenn ein Hund Euch bedroht, könnt Ihr im ebook “Hübers Hundefibel - Ein Knet-Sach-Comic für Kinder” lesen.

Das ebook kann am PC angeschaut oder ausgedruckt werden.


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