Wenn ein Kaninchen einen Tag lang nichts frisst, führt dies dazu, dass der im Magen-Darm-Trakt noch vorhandene Futterbrei nicht weitertransportiert wird.
Kaninchen haben eine im Vergleich zu anderen Tierarten eine nur recht schwach ausgeprägte Muskulatur des Magens und des Darms. Dadurch kann der Futterbrei nicht aktiv durch das Zusammenziehen der Muskulatur weitertransportiert werden. Der Nahrungsbrei wird vielmehr dadurch weitertransportiert, dass neu aufgenommene Nahrung ihn weiterschiebt (sog. Stopfdarm).
Frisst ein Kaninchen einen Tag nicht, wird der Nachschub im Darm unterbrochen und der Futterbrei nicht weiter vorwärts geschoben. Dies kann zu Aufgasungen (Trommelsucht) führen.
Zudem findet die normale Verdauung nicht statt. Dadurch kann es zu einer Unterzuckerung kommen. Dies führt recht schnell zu einem lebensbedrohlichen Zustand!
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von der-tierarzt-raet gepostet
